Ich denke eine Reihe über (Musiktherapie-)Instrumente macht hier sicherlich Sinn.
Heute habe ich angefangen im Lehrbuch Musiktherapie zu lesen. Nächste Aufgabe im Studium ist eine Projektarbeit und nun ist die Themenschwerpunktfindungszeit (schönes Wort).
In dem Lehrbuch ist das Balafon erwähnt.
Das Besondere am Balafon ist, dass es wie ein Xylophon Klangstäbe hat, die angeschlagen werden. Unterhalb der Stäbe finden sich hohle Kürbisse, sogenannte Kalabassen, die den Ton des Klangstabes verstärken. Und: In die Kürbisse sind zusätzlich Löcher gebohrt, über die dann eine Mambran (früher Fledermausflügel!) gespannt wird, die dann mitsurrt. Im Lehrbuch steht dazu, dass das Instrument atme (siehe Seite 49).
Und hier ein Klangbeispiel:
Seiten
Innerhalb dieses Blogs stelle ich eigene Texte, interessante Seiten, Bilder und Videos ein, die Berührungspunkte zu den Themen Musik und Musiktherapie anklingen lassen.
Grundlegende Informationen zu dem Thema Musiktherapie finden Sie auf der Seite Couch.
Informationen zu meiner Person erhalten Sie auf der Seite Klang.
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18. September 2011
2. September 2011
Darum Musiktherapie
Nun bin ich gerade in der Klausurvorbereitungszeit. Thema gerade: Daniel Stern.
Daniel Stern beschreibt in seinem Modell zur Entstehung des Selbstempfindens bei Säuglingen, dass das Lernen und das damit einhergehende Selbstempfinden sich Schubweise entwickelt. Zwei dieser Entwicklungsschübe sind das Empfinden eines verbalen Selbst und die Empfindung eines narrativen Selbst. Das heißt: Das Kleinkind kann nun sprechen und zu einem späteren Zeitpunkt sogar ganze Geschichten und Episoden erzählen, wobei es teils noch von den Eltern unterstützt wird.
Und genau zu diesem Zeitpunkt findet somit auch ein Abschiednehmen statt – ein Abschiednehmen von der Welt ohne Worte, voller intensiver Außen- und Innenwahrnehmungen sowie nonverbaler und später präverbaler Interaktion (z. B. Laute).
In dieser Lebensphase ist das Kleinkind so gesehen mutistisch, auch wenn es Laute von sich gibt, da es noch nicht die Sprache und damit diese Art des Strukturierens für sich entdeckt hat.
Und hier kommt die Musiktherapie ins Spiel. Auch das Empfinden von Musik kann meines Erachtens mit einer hohen Intensitätswahrnehmung verknüpft sein. Manch einer kann zu einem Musikstück ganze Phantasiereisen begehen. Ein anderer wiederum wird an bestimmte Situationen, Gefühle erinnert. Und dann gibt es wiederum Empfindungen, die so gar nicht in Worte zu fassen sind. Musik und Musiktherapie können somit bei diesem – positiven - Rückschritt helfen. Bei einem Rückschritt, dessen Ergebnis ist, dass eventuell eingefahrene Erlebnisebenen verlassen werden können und grundlegende, basale Erfahrungen und Wahrnehmungen wieder möglich werden. Vielleicht geschieht auch einfach nur ein Selbst-Vergessen und somit der vielleicht erholsame Schritt weg von den eigenen Gedankengängen oder, je nach Störungsbild, Zwängen.
Dass Musik eine tiefgehende Wirkung hat, war mir bereits vor dem Lesen des Stern-Textes bewusst. Dass dies aber ein Zurückbegleiten in die präverbale Zeit sein kann, ist mir dadurch noch einmal vertiefend bewusst geworden. Das einzelne oder gemeinsame Spielen von Musik kann somit ein Schonraum sein. Erfahrungen, die in der Musik (ob aktiv oder rezeptiv) gesammelt werden, können wiederum derart intensiv sein, dass ein anschließendes Verbalisieren kaum möglich ist. Und auch hierzu gibt Stern den Hinweis, dass auch Erfahrungen, die nicht einfach in Worte zu fassen sind, tiefgehend sein - und sich auf das weiter Leben und Erleben der Welt auswirken können.
Mein Fazit aus Sterns Theorie lautet: Sprache ist ein Geschenk. Sie ermöglicht Kommunikation, nimmt uns jedoch eine gewisse Tiefe des Erlebens, welche durch das Erfahren von Musik wieder zurück geholt werden kann.
Daniel Stern beschreibt in seinem Modell zur Entstehung des Selbstempfindens bei Säuglingen, dass das Lernen und das damit einhergehende Selbstempfinden sich Schubweise entwickelt. Zwei dieser Entwicklungsschübe sind das Empfinden eines verbalen Selbst und die Empfindung eines narrativen Selbst. Das heißt: Das Kleinkind kann nun sprechen und zu einem späteren Zeitpunkt sogar ganze Geschichten und Episoden erzählen, wobei es teils noch von den Eltern unterstützt wird.
Und genau zu diesem Zeitpunkt findet somit auch ein Abschiednehmen statt – ein Abschiednehmen von der Welt ohne Worte, voller intensiver Außen- und Innenwahrnehmungen sowie nonverbaler und später präverbaler Interaktion (z. B. Laute).
In dieser Lebensphase ist das Kleinkind so gesehen mutistisch, auch wenn es Laute von sich gibt, da es noch nicht die Sprache und damit diese Art des Strukturierens für sich entdeckt hat.
Und hier kommt die Musiktherapie ins Spiel. Auch das Empfinden von Musik kann meines Erachtens mit einer hohen Intensitätswahrnehmung verknüpft sein. Manch einer kann zu einem Musikstück ganze Phantasiereisen begehen. Ein anderer wiederum wird an bestimmte Situationen, Gefühle erinnert. Und dann gibt es wiederum Empfindungen, die so gar nicht in Worte zu fassen sind. Musik und Musiktherapie können somit bei diesem – positiven - Rückschritt helfen. Bei einem Rückschritt, dessen Ergebnis ist, dass eventuell eingefahrene Erlebnisebenen verlassen werden können und grundlegende, basale Erfahrungen und Wahrnehmungen wieder möglich werden. Vielleicht geschieht auch einfach nur ein Selbst-Vergessen und somit der vielleicht erholsame Schritt weg von den eigenen Gedankengängen oder, je nach Störungsbild, Zwängen.
Dass Musik eine tiefgehende Wirkung hat, war mir bereits vor dem Lesen des Stern-Textes bewusst. Dass dies aber ein Zurückbegleiten in die präverbale Zeit sein kann, ist mir dadurch noch einmal vertiefend bewusst geworden. Das einzelne oder gemeinsame Spielen von Musik kann somit ein Schonraum sein. Erfahrungen, die in der Musik (ob aktiv oder rezeptiv) gesammelt werden, können wiederum derart intensiv sein, dass ein anschließendes Verbalisieren kaum möglich ist. Und auch hierzu gibt Stern den Hinweis, dass auch Erfahrungen, die nicht einfach in Worte zu fassen sind, tiefgehend sein - und sich auf das weiter Leben und Erleben der Welt auswirken können.
Mein Fazit aus Sterns Theorie lautet: Sprache ist ein Geschenk. Sie ermöglicht Kommunikation, nimmt uns jedoch eine gewisse Tiefe des Erlebens, welche durch das Erfahren von Musik wieder zurück geholt werden kann.
Erklungen in
Musiktherapie
7. Juni 2011
Klänge und Töne...auf der Couch
Da die meisten meiner letzten Beiträge auf MediPaed.blogspot.com sich hauptsächlich auf das Thema Musik bezogen, habe ich mich entschlossen, diesem Thema einen eigenen Raum zu geben. Mit passendem Blognamen und einem Publikum, dass vielleicht nicht mehr schwerpunktmäßig über Suchtreffer zum Thema Mediendidaktik auf mich stößt.
Hier geht es nun also passend weiter. Mit Beiträgen zum Thema Musik und Therapie. Tiefenpsychologisch wie mein Studium nun ist, gibt es hier nun ein Möbel im Namen. Daher, liebe Leser, nehmt Platz auf meiner klangcouch.
Ich habe diejenigen Beiträge, die sich bereits um das Thema Musik drehten auch hierhin mitgenommen. Zum Nachschlagen und Nachhören.
An alle, die nun auch hier mit mir sind: Schön, dass ihr/Sie mitgekommen seid!
Ich freue mich auf das, was nun kommt!
Ein Dankeschön an @annaprinzip bei der Hilfe der Namensfindung!
Hier geht es nun also passend weiter. Mit Beiträgen zum Thema Musik und Therapie. Tiefenpsychologisch wie mein Studium nun ist, gibt es hier nun ein Möbel im Namen. Daher, liebe Leser, nehmt Platz auf meiner klangcouch.
Ich habe diejenigen Beiträge, die sich bereits um das Thema Musik drehten auch hierhin mitgenommen. Zum Nachschlagen und Nachhören.
An alle, die nun auch hier mit mir sind: Schön, dass ihr/Sie mitgekommen seid!
Ich freue mich auf das, was nun kommt!
Ein Dankeschön an @annaprinzip bei der Hilfe der Namensfindung!
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